Beispiel für Markendehnung: Boss

Die Modemarke BOSS verkörpert heute Luxus und urbanen Lebensstil. Zunächst erfolgreich vor allem durch Business- und Abendbekleidung für Herren wurde Hugo Boss seit 2000 um verschiedene Modelinien erweitert: Die Einführung der Damenlinie Boss Woman gestaltete sich dabei besonders problematisch, da die Kompetenz in Herrenmode nicht ohne weiteres auf die völlig verschiedenen Marktgegebenheiten für Damenoberbekleidung übertragen werden konnten sowie das Image als Herrenausstatter der Marke weiterhin anhafteten. Daher wurden Herren- und Damenlinie schließlich unter dem Namen BOSS vereint. Mittlerweile werden eine gemeinsame Linie für Männer und Frauen ("BOSS black") sowie eine Premium-Linie ("BOSS selection"), eine jüngere Linie ("HUGO") und zwei Linien für Freizeit- und Sportbekleidung ("BOSS orange" und "BOSS green") geführt. Außerdem werden durch Lizenzvergabe an die P&G-Tochter, Prestige Products, seit Einführung von "BOSS bottled" mehrere Parfüms erfolgreich unter dem Namen des Bekleidungsherstellers vertrieben, über weitere Lizenzvergaben außerdem auch Brillenmodelle und Uhren sowie vom Unternehmen selbst seit neuestem Schuhe und Lederwaren. Der Herrenausstatter ist trotz zwischenzeitlicher Schwierigkeiten also mittlerweile als umfassende Mode- und Bekleidungsmarke aufgestellt.

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